Komplikationen für die Mutter bei diabetischer Schwangerschaft
Der Insulinbedarf der Diabetikerin ändert sich während der Schwangerschaft. Während er in den ersten drei Monaten häufig abnimmt, steigt der Insulinbedarf im dritten Schwangerschaftsdrittel durch die Schwangerschaftshormone. Die Insulindosen können sich verdoppeln, ja sogar verdreifachen im Vergleich zu den Insulindosen, die vor der Schwangerschaft benötigt wurden. Bereits während der Geburt fällt der Insulinbedarf durch die Wehentätigkeit ab. Durch die Ausstoßung des Mutterkuchens kann er für Tage sogar unter dem Bedarf vor der Schwangerschaft liegen. Wird diesen Umständen nicht Rechnung getragen, kann es zu Stoffwechselentgleisungen im hohen wie im niedrigen Bereich kommen. Bei unzureichend behandelten diabetischen Schwangeren treten vermehrt Harnwegsinfekte und vaginale Infektionen auf. Auch kann es zu einer Erhöhung des Blutdrucks mit einer daraus resultierenden Schwangerschaftsvergiftung kommen.
Von großer Wichtigkeit ist es auch, eventuell vorhandene Folgeerkrankungen an den Augen und an der Niere vor der Schwangerschaft zu diagnostizieren, da sie sich, sofern sie nicht engmaschig überwacht und ausreichend behandelt sind, während der Schwangerschaft verschlechtern können.
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