Diabetes mellitus
Das Hormon Insulin reguliert den Zuckerstoffwechsel. Es wird in den Insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse (Inselzellen, latein. Insulae) erzeugt. Bei einer chronischen Blutzuckererhöhung spricht man von einem Diabetes mellitus. Ursache ist entweder eine gestörte Insulinausschüttung, eine
verminderte Insulinwirkung oder eine Kombination von beidem. In Deutschland geht man heute davon aus, dass
ca. 8% der Bevölkerung an einem Diabetes mellitus erkrankt sind. Er ist somit eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen in Industrieländern, bei dem es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen kommen kann. Dafür gibt es zwei Gründe: Diabetes wird zu spät entdeckt und wird häufig immer noch unterschätzt!
Man unterscheidet folgende Formen des Diabetes mellitus:
Typ-1-Diabetes
Der insulinpflichtige Diabetes mellitus (Typ-1-Diabetes) beginnt meist im Kindes-, Jugend- oder frühen Erwachsenenalter. Hier produziert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr ausreichend Insulin. Der Anteil der Typ-1-Diabetiker an allen Menschen mit Zuckerkrankheit wird auf ca. 5% geschätzt.
Typ-2-Diabetes
Beim Typ-2-Diabetes kommt es infolge einer erblichen Veranlagung in Kombination mit Übergewicht und geringer körperlicher Betätigung zu einer verminderten Empfindlichkeit gegenüber Insulin. Der überwiegende Teil der Diabetiker ist an dieser Form des Diabetes erkrankt.
Schwangerschaftsdiabetes
Der Schwangerschaftsdiabetes ist eine weltweit zunehmende Erkrankung und eine der häufigsten Schwangerschaftskomplikationen. Etwa jede zwanzigste Schwangere muss mit diesem Problem rechnen. Eine frühzeitige Erkennung ist hier besonders wichtig.
Erfahren Sie mehr über Schwangerschaft und Diabetes...
Die Säulen der Diabetesbehandlung sind neben Medikamenten (Tabletten oder Insulin) eine vernünftige Ernährung und körperliche Betätigung. Um gute Blutzuckerwerte zu erzielen, wird in den meisten
Fällen eine Selbstkontrolle des Blutzuckers erforderlich sein. Die notwendigen Fertigkeiten und das erforderliche Wissen vermitteln wir Ihnen gerne in Einzelberatungen oder in Gruppenschulungen.
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